Das digitale Bild 2020

Wirkungsmacht von Infografiken

Marie-Louise Timcke

Aufgezeichneter Vortrag, der am 4. Juni 2020 gehalten wurde.

Im Alltag begegnen wir vielen Infografiken. Diese richtig zu lesen und zu verarbeiten, fordert die Bildkompetenz der Rezipierenden: Was sagt die Grafik aus? Was kann aus der Grafik gelernt werden? Wie werden komplexe Sachverhalte auf einer grafischen Ebene dargestellt? Im Vortrag zur Wirkungsmacht von Infografiken werden unter anderem diese Fragen aufgegriffen und an praktischen Beispielen aus der Funke Mediengruppe erläutert.

Marie‐Louise Timcke ist programmierende Journalistin und leitet das Interaktiv‐Ressort der Funke Mediengruppe. Dort arbeitet sie gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus Entwickler*innen, Designer*innen und Journalist*innen mit neuen Recherchemethoden und visuellen Erzählformen. Aus ihrem Datenjournalismus‐Studium an der TU Dortmund heraus gründete sie Journocode, eine Initiative für mehr Data Literacy und IT‐Skills im Journalismus.


Keep on movin’ – Visual literacy und aktuelle digitale Bewegtbilder

Prof. Dr. Friederike Rückert

Aufgezeichneter Vortrag, der am 11. Juni 2020 gehalten wurde.

Der Vortrag wird eine kunstpädagogische Perspektive auf die Thematik des digitalen Bildes bieten. Dabei werden zuerst der Begriff „Bild“ und die damit zusammenhängende Kompetenz der ‚Visual Literacy‘ im Kontext der Kunstpädagogik geklärt und konkretisiert. In einer historischen Darstellung wird vorgestellt, wie sich Visual Literacy als Konzept etabliert hat, auf welche Dimensionen sie sich erstreckt und wie einzelne Teilkompetenzen in Niveaustufen gefasst werden können. Abschließend wird anhand der besonderen „Bild“-Form „Bewegtbild“ die Frage aufgeworfen, welcher Konkretionen es bedarf, um den rezeptiven, produktiven und reflexiven Umgang innerhalb des Konzepts Visual Literacy abzubilden, und zwar vor dem Hintergrund der in digitalen Medien zunehmenden Anzahl an Bewegtbildern.

Prof. Dr. Friederike Rückert ist Diplom-Medienkünstlerin, Professorin für Bildende Kunst / Kunstpädagogik an der Europa-Universität Flensburg, Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung, Abteilung Kunst & visuelle Medien. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Medienkunst, Bewegtbilder im Kontext von Kunstunterricht, Kunst in Transformationsprozessen und Reflexion von kunstdidaktischer Hochschullehre


Still images – Moving people? Wie visuelle Bilder die Bereitschaft zur Teilnahme an politischen Protesten auslösen

Priv.-Doz. Dr. habil. Stephanie Geise

Aufgezeichneter Vortrag, der am 11. Juni 2020 gehalten wurde.

Schon seit geraumer Zeit sensibilisieren die empirischen Sozialwissenschaften für die sprichwörtliche „Macht der Bilder“; und nie zuvor waren die Verfügbarkeit und Präsenz von Bildern so ausgeprägt wie im Zeitalter der neuen Medien und sozialen Netzwerke. Gleichzeitig beobachten wir enorme soziale Verwerfungen innerhalb der Gesellschaften, die sich in eine zunehmende Protestbereitschaft von BürgerInnen übertragen und in Form sozialer Bewegungen und der Gründung neuer Parteien verfestigen.

In ihrem Vortrag stellt PD. Dr. habil. Stephanie Geise ihr Forschungsprojekt «Still Images – Moving People» vor, in dem der Zusammenhang zwischen der Rezeption, Einordnung und Verarbeitung von positiv und negativ gerahmten Medienbildern ausgewählter Protestbewegungen und ihrer Protest-Issues auf die politische Partizipationsbereitschaft der BürgerInnen untersucht wurde.

Priv.-Doz. Dr. habil. Stephanie Geise ist Kommunikationswissenschaftlerin und lehrt an der Universität Münster. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Medienrezeptions- und Medienwirkungsforschung, politische Kommunikation und die Methoden der empirischen Kommunikationsforschung, jeweils mit einem Schwerpunkt auf Phänomenen der visuellen Kommunikation. Ihre Promotion zum Thema “Vision that matters. Die Funktions- und Wirkungslogik Visueller Politischer Kommunikation am Beispiel des Wahlplakats” an der Universität Hohenheim wurde 2012 mit dem Dissertationspreis der DGPuK ausgezeichnet. Von 2011 bis 2015 war Stephanie Geise Sprecherin der DGPuK-Fachgruppe „Visuelle Kommunikation“.


Manipulation: Wie man Bilder und Videos verifiziert

Bernd Oswald

Leider existiert zum Vortrag, der am 18. Juni 2020 gehalten wurde, keine Aufzeichnung.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, sagt man. Doch was, wenn das Bild eine Fälschung ist? Im Netz tauchen immer wieder manipulierte Bilder auf. Wie man wahr von falsch unterscheidet, weiß Bernd Oswald vom BR24-Faktenfuchs. Als Journalist ist die Überprüfung von Fakten und Bildern seine Kernkompetenz. In seinem Vortrag erklärt Bernd Oswald Schritt für Schritt, wie die Verifikation digitaler Bilder funktioniert.

Bernd Oswald aus München ist Autor und Trainer für digitalen Journalismus. Sein journalistisches Handwerk erlernte er bereits Ende der Neunziger an der Deutschen Journalistenschule (DJS). Neben dieser Redakteursausbildung studierte er an der Universität München Journalistik, Politische Wissenschaft, Soziologie und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und schloss sein Studium 2001 als Diplom-Journalist ab. Er arbeitete unter anderem als Ressortleiter für die Süddeutsche Zeitung und ist seit 2018 bei BR24 vor allem für Fakten-Checks zuständig. Sein Wissen gibt Bernd Oswald auch als Dozent und Trainer für Online-Journalismus an Aus- und Fortbildungseinrichtungen weiter.

 


Die graphischen Welten des Pieter Bruegel  im Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig – und online

Prof. Dr. Thomas Döring

Aufgezeichneter Vortrag, der am 18. Juni 2020 gehalten wurde.

Das Virtuelle Kupferstichkabinett ist eine seit 2007 im Internet frei nutzbare Forschungsdatenbank zur Graphik der Frühen Neuzeit mit inzwischen über 100.000 Bildern und Metadatensätzen. Es basiert auf den Beständen im Kupferstichkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig und in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Die Online-Datenbank gehört zu den umfangreichsten und differenziertesten digitalen Ressourcen auf diesem Gebiet und wird im Rahmen eines Forschungsverbunds beständig fortentwickelt. Das Virtuelle Kupferstichkabinett wird als Instrument für kunsthistorische und transdisziplinäre Forschung weltweit genutzt. Die Breite der Rezeption hat ihre Ursache in der Funktion von Druckgraphik in der Frühen Neuzeit: Denn Druckgraphik bietet den umfassendsten, anschaulichsten und am weitesten verbreiteten Bilderspiegel der realen und geistigen Welt vom späten Mittelalter bis zur Aufklärung. Dies wird im Vortrag anhand der Graphik von und nach Pieter Bruegel d.Ä. (1525–1569) beispielhaft erläutert.

Prof. Dr. Thomas Döring ist Leiter des Kupferstichkabinetts und stellvertretender Direktor des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig. Als Honorarprofessor lehrt er Kunstwissenschaft an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Er studierte Kunstgeschichte, mittlere und neuere Geschichte und Klassische Archäologie in Göttingen und Bonn. 1989 wurde er mit einer Dissertation über die holländische Künstlerfamilie Van Bronchorst an der Universität Bonn promoviert. Den Einstieg in die Museumsarbeit bildeten ein wissenschaftliches Volontariat und die Leitung eines Ausstellungsprojekts am Herzog Anton Ulrich-Museum, an dem er seit 1993 in seiner jetzigen Funktion tätig ist. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen und kuratorischen Arbeit sind die niederländische Kunst des 16.-17. Jahrhunderts, die graphische Selbstdarstellung im 20. und 21. Jahrhundert sowie Leben und Werk von Max Beckmann. Als Initiator des „Virtuellen Kupferstichkabinetts“ und Sprecher des Forschungsverbundes „Kupferstichkabinett online“ engagiert er sich für die digitale Erschließung graphischer Sammlungen.


Digital Reality 2020 – Auf, auf und davon!

Matthias Kuhr

Aufgezeichneter Vortrag, der am 25. Juni 2020 gehalten wurde.

Was gibt’s bereits, was kommt und welche Veränderung bringt es mit?

Die Bedeutung der Zukunftstechnologien Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) hat im kulturellen und wirtschaftlichen Bereich stark an Einfluss gewonnen und wird in Zukunft die Art und Weise verändern, wie wir Menschen zusammenarbeiten.

VR ist eine computergenerierte Wirklichkeit, die mit 3D-Bild und meistens auch mit Ton projiziert wird. Dies geschieht mithilfe eines Head-Mounted-Displays (VR-Brille) durch das der Nutzer komplett in eine virtuelle Welt eintaucht.

Im Gegensatz dazu nutzt AR die Möglichkeit,computergenerierte Projektionen ohne eine VR-Brille in der Realität darzustellen und diese somit zu erweitern. AR kann unter anderem mithilfe von verschiedenen Apps umgesetzt werden. Auf Instagram liegen AR-Filter aktuell im Trend und auch Fernsehsender wie der WDR bedienen sich der neuen Technologie.

Matthias Kuhr arbeitet als Freiberufler im Forschungs- und Transferzentrum Digital Reality in der Hamburger Speicherstadt. Von 2011 bis 2018 war Kuhr wissenschaftlicher Mitarbeiter für Digital Reality an der HAW Hamburg. Er half beim Aufbau des GamecityLab und des Studiengangs Digital Reality (M.Sc.) an der HAW Hamburg. Als Experte für Virtual Reality unterstützt er Studierende im VR Prototyping Lab, eine Initiative von nextMedia.Hamburg und nextReality.Hamburg. Bei nextReality.Hamburg e.V. sitzt Kuhr ebenfalls im Vorstand und engagiert sich ehrenamtlich in den Bereichen Forschung, Bildung und Wissenstransfer. Der Verein nextReality.Hamburg vernetzt Menschen miteinander, die sich für die Themen Virtual, Augmented und Mixed Reality begeistern. Dort gibt Matthias Kuhr sein Wissen und seine Erfahrung aus der Forschung zu den Themen VR, AR, Motion Capture, Photogrammetrie, Spieleentwicklung und 3D-Modellierung an interessierte Unternehmen und Partner weiter. Er hat unter anderem bei der Entwicklung von Anwendungen wie der Augmented Reality-App „William Lindley AR“ oder „Speicherstadt digital“ mitgewirkt.


Augmented Reality –  Eine neue Dimension der Kunst

Sergiu Ardelean

Aufgezeichneter Vortrag, der am 25. Juni 2020 gehalten wurde.

Die Digitalisierung verändert viele Bereiche unseres Lebens – so auch die Art und Weise wie wir Kunst erleben. Durch neuste Technologien entstehen für Künstler*innen und Museen neue Möglichkeiten, um Besucher*innen zu informieren und zu unterhalten. Anwendungen wie Augmented Reality (AR) machen es möglich. So zücken immer mehr Ausstellungsbesucher*innen ihr Smartphone, anstatt mit Audio Guide und Headset von Gemälde zu Gemälde zu gehen. Die Besucher*innen richten ihre Handykamera auf das Kunstwerk und mit Hilfe von AR erscheinen auf dem Display Animationen, Texte und Bilder, die in die reale Umgebung eingefügt werden. Künstler*innen, Museen und Galerien können Kunstwerke auf diese Weise zum Leben erwecken und Ausstellungen interaktiv gestalten.

Sergiu Ardelean ist Co-Gründer des Wiener Start-ups Artivive, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die Art wie Kunst produziert und rezipiert wird, durch Augmented Reality neu zu gestalten. Artivive bietet Künstler*innen und Museen ein einfach zu benutzendes Augmented-Reality-Tool, das es ermöglicht, traditionelle Kunstwerke mit digitaler Kunst zu verbinden und so eine neue Ebene der Kunst zu schaffen. Artivive hat bereits Projekte mit renommierten Institutionen wie der Wiener Albertina, dem Belvedere Wien und dem MIT – Massachusetts Institute of Technology realisiert.


Digitale Langzeitarchivierung von Fotografien

Dr. Stefan Rohde-Enslin

Aufgezeichneter Vortrag, der am 2. Juli 2020 gehalten wurde.

Auf den ersten Blick scheint „digitale Langzeitarchivierung von Fotografien“ ein einfaches Unterfangen zu sein: Fotografien digitalisieren – Bilddateien aufbewahren. Schon der zweite Blick zeigt aber, dass die Langzeitarchivierung digitaler (oder digitalisierter) Fotografien ein Prozess ist, der viele Entscheidungen verlangt. Am Anfang des Prozesses steht das Digitalisieren, am Ende steht das Archivieren. Es ist wichtig, bereits beim Digitalisieren das Archivieren zu bedenken.

Dr. Stefan Rohde-Enslin arbeitet am Institut für Museumsforschung Berlin im Bereich Digitalisierung und Museumstechnik. Zudem fungiert er als Ansprechpartner der nestor AG AV Medien und ist Mitwirkender bei museum-digital.org.
Nestor ist ein Kooperationsverbund aus Bibliotheken, wissenschaftlichen Instituten und weiteren Partnern, die sich mit digitaler Langzeitarchivierung befassen. Die dazugehörige nestorAG AV Medien fokussiert sich auf die digitale Langzeitarchivierung nicht-textueller Medien.


Automatisierte Gesichtserkennung unter rechtsstaatlichen Bedingungen?

Prof. Dr. Johannes Caspar

Aufgezeichneter Vortrag, der am 2. Juli 2020 gehalten wurde.

Prof. Dr. Johannes Caspar ist seit Mai 2009 Hamburgischer Beauftrag­ter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Der Jurist promovierte 1992 an der Universität Göttingen mit einer Disser­tation über die Rechts- und Staatsphilosophie Jean-Jacques Rousseaus. Nach seiner Habilitation für die Fächer Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Rechtsphilosophie 1999 folgte eine Tätigkeit am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main. Von 2002 bis 2009 war er Referent und später Stellvertretender Leiter des Wissenschaftlichen Dienstes im Schleswig-Holsteinischen Landtag.


Wir danken dem Hamburger Communitysender TIDE für die Aufzeichnung der Vorträge und die gute Zusammenarbeit.

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